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Fotos in Island
Jeder, der nur einigermaßen eine Kamera gerade halten kann, kann eigentlich in Island keine schlechten Fotos machen. Bei gutem Wetter sollte man mindestens 3 Diafilme pro Tag einplanen. Ich bin von allen Reisen meist mit 25-32 Diafilmen zurückgekommen. Man sollte die Diafilme in Deutschland kaufen, da sie in Island 3 mal so teuer sind.
Ich benutze immer noch eine analoge Spiegelreflexkamera Nikon F70 oder F80, da die Nachladung von Akkus für Digitalkameras im Hochland so gut wie nicht möglich ist. Leute, die meist die Ringstraße und von dort Abstecher fahren, kommen sicherlich auch mit einer Digitalkamera zurecht, da hier mehr Möglichkeiten zum Nachladen der Akkus bestehen. Will man als Wanderer oder Radfahrer doch eine Digitalkamera mitnehmen, so sollte diese neben den mitgelieferten Akkus, auch mit normalen Batterien betreibbar sein. Man muss sich aber darauf einstellen, dass man ca. 5-10 Paar Batterien mitnehmen muss. Da mittlerweile viele Leute mit Digitalkameras unterwegs sind, ist es am Abend auf dem Campingplatz schon schwer, noch eine freie Steckdose zum nachladen der Akkus zu finden.
Diafilme: - Kodak Elite, ISO 100, feinkörniger Film mit neutralen Farben, belichtet mit ISO 125 - Kodak Elite Extra Color, ISO 100, feinkörniger Film mit knalligen Farben, belichtet mit ISO 100 - Fuji Velvia, ISO 50, genialer Film, braucht nur viel Licht, belichtet mit ISO 50
Objektive: Hier bin ich immer uneins mit mir selber. Einerseits bevorzuge ich eine Kombination von einem 28-70, Lichtstärke 2,8 und einem 70-210, Lichtstärke 3,5-4,5, andererseits reicht ein 28-200, Lichtstärke 3,5-5,6 auch aus. Die erste Kombination nutzt die Lichtverhältnisse, bei vergeichsweise geringem Gewicht, optimal aus. Aber man benutzt das 70-210 nur für ca. 10% der Fotos. Das Umschrauben der Objektive ist eher lästig und die Kamera und die Objektive werden durch das Umschrauben bei schlechtem Wetter auch nicht besser. Ein 28-200 spart Volumen und Gewicht, doch bei nicht so gutem Wetter ist man schnell bei zu langen Belichtungszeiten und verwackelten Fotos. (Stand 2004)
Nach vielem hin und her probieren bin ich mittlerweile bei einem Objektiv 24-120, Blende 3,5-5,6, mit Bildstabilisator gelandet. Auf den letzten beiden Reisen habe ich auf die Mitnahme meines 70-210 Teleobjektivs, wegen des lästigen Umschraubens, verzichtet. 120 mm sind zwar nur ein leichtes Tele, aber für die Landschaftsfotos hat sich die 24 mm Weitwinkelbrennweite als sehr vorteilhaft erwiesen. Das Tele braucht man ja doch nicht so oft. Durch den Bildstabilisator kann man auch mit 120 mm Brennweite mit einer 1/30 Sekunde aus der Hand fotografieren. Da wird das Stativ fast überflüssig. (Stand 2006)
Stativ: Sollte man mitnehmen. Ich benutze ein kleines Cullman (ca. 650 g, zusammengeschoben ca. 45 cm lang). Dieses Stativ erlaubt es, die Kamera in ca. 1 m Höhe noch einigermaßen stabil aufzustellen, so dass die Stativfotos nicht immer wie aus der Froschperspektive aussehen. Und wenn man alleine unterwegs ist, dann braucht man es schon, um mal ein vernünftiges Foto von sich selbst zu machen.
Filter: Als Schutz für die äußere Linse des Objektives verwende ich einen UV-Filter. Ein Polfilter kommt gelegentlich bei diesigem Wetter zum Einsatz. Zum Ausgleichen von Helligkeitsunterschieden zwischen Himmel und Boden nehme ich jetzt auch einen Grau-Verlaufsfilter mit, den ich einfach nur vor den UV-Filter schieben kann. Die Halterung dafür habe ich immer auf dem Objektiv montiert.
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